Almtalbahn retten
Die Almtalbahn muss bleiben!
Die Almtalbahn bleibt!
Betrieb bis 2033 gesichert
21.03.2026
Laut Medienberichten ist der Betrieb der Almtal- und der Hausruckbahn durch die ÖBB bis 2033 gesichert.
- Almtal- und Hausruckbahn bis 2033 gesichert (ORF OÖ)
- Almtal- und Hausruckbahn bleiben bei ÖBB - Land dürfte Mühlkreisbahn übernehmen (MeinBezirk)
- Weitere Berichte sind auf unserer Medien-Seite zu finden.
Die Almtalbahn soll zwischen Wels und Sattledt elektrifiziert und die Traunbrücke erneuert werden.
Einschätzung
Zunächst ist sehr erfreulich, dass der Betrieb der Almtalbahn durch die ÖBB bis 2033 gesichert ist. Leider sind den Medienberichten nicht allzu tiefgehende Details zu entnehmen, daher bleibt abzuwarten, wie sich die Zukunft darstellt.
Da der Betrieb zunächst mal bis 2033 gesichert ist, bleibt die Frage nach der weiteren Zukunft danach offen. Eine Ungewissheit bleibt, und erneute Diskussionen sind zu erwarten. Das Signal, das durch diese zeitlich eher eingeschränkte Zusicherung gesendet wird, ist der Vertrauensbildung nicht zuträglich. Die Unsicherheit über die Zukunft der Bahnstrecke fährt immer mit.
Erfreulich ist, dass die Almtalbahn zwischen Wels und Sattledt elektrifiziert und die Traunbrücke erneuert werden soll. Selbst wenn das für die leidgeplagten Fahrgäste erneut Schienenersatzverkehr über einen längeren Zeitraum bedeuten wird, ist es eine sinnvolle und zukunftsweisende Entscheidung, die künftig den Betrieb von akkubetriebenen Zügen ermöglichen könnte. Über einen geplanten Zeitpunkt für den Baustart ist in den Medien noch nichts zu vernehmen, es ist zu hoffen dass dieser konkret in Angriff genommen wird und in nicht allzu ferner Zukunft liegt, damit der Ausbau nicht erneut zur Disposition gestellt wird.
Der ORF schreibt dazu:
ÖBB-CEO Andreas Matthä ist zuversichtlich, dass die bisher mauen Fahrgastzahlen durch diese Attraktivierung steigen werden.
Die angeführten Maßnahmen der Erneuerung der Traunbrücke sowie der Elektrifizierung sind sinnvoll und zukunftsweisend. Eine Attraktivierung würde jedoch viel mehr bedeuten, z.B.:
- Verdichtung des Takts
- Ausdehnung des Takts in die Randzeiten zur bessere Eignung für Freizeitaktivitäten
- Bessere Abstimmung des Takts mit den Fernverkehrszügen
- Bessere Anbindung des Umlands an die Bahnstrecke mittels Bus und attraktiver Mikromobilität
- Interessante Ausflugs- und Tourismusangebote in Kombination mit Zugtickets (was sich da machen lässt, ist z.B. bei Stern+Hafferl gut zu sehen).
- Angenehm gestaltete Bahnstationen. Wenn ich am Bahnhof längere Zeit warten muss, soll dieser zumindest keine menschenfeindliche Umgebung sein. 2-3 ungemütliche Sitzgelegenheiten ohne Überdachung ist zu wenig. Ein wettergeschützter Wartebereich mit angenehmen Sitzmöglichkeiten sowie eine frei zugängliche Toilette wäre das mindeste, um einen eventuellen längeren Aufenthalt angenehm zu gestalten (der ja meist nicht selbst gewählt wird, sondern durch äußere Umstände wie Verspätungen oder schlechte Abstimmungen mit Anbindungen verursacht wird).
- Ausreichend Möglichkeiten zum sicheren Abstellen von Fahrrädern und anderen Kleinfahrzeugen
- sowie weitere Maßnahmen, die abhängig von Kreativität und verfügbaren Ressourcen umgesetzt werden können
Quelle: Herbert Ortner - CC-BY 3.0
In der Vergangenheit gab es immer wieder Vorstöße, die Almtalbahn aufzulassen. So wird auch im Jahr 2025 unter der Bundesregierung Schwarz-Rot-Pink gleich zu Beginn versucht, bei Regionalbahnen einzusparen, unter anderem auch bei der Almtalbahn.
In den vergangenen Jahren wurde an der Almtalbahn viel modernisiert und erneuert, wodurch sie langsam aber sicher attraktiver wurde. Diese Investitionen jetzt wegzuwerfen anstatt weiter zu verfolgen und die Bahnstrecke weiter zu attraktivieren, ist sinnfrei. Wir brauchen mehr Klimaschutz in Form der bereits seit langem angekündigten Elekrifizierung anstatt einer Einstellung.
Der gesellschaftspolitische Auftrag kann nicht lauten, den Verkehr von der Schiene auf die Straße zu verlagern. Ganz im Gegenteil, die Bahnstrecken müssen attraktiviert werden anstatt stiefmütterlich behandelt zu werden. Dann werden sie auch stärker frequentiert.
almtalbahn.at in den Medien
- Das Leid des Almsees: Für den Erhalt der Almtalbahn! (Bahn zum Berg), Interview mit Maria Ramming-Silbermayr
- Almtalbahn retten (Beitrag im FROzine auf Radio FRO), mit den Menschen hinter https://almtalbahn.at/